Eßl: „Eigentum darf nicht zur Belastung werden!“

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Salzburg hat sich in ihrer 4. Sitzung, am Freitag, dem 10. März, sehr intensiv mit dem Thema Eigentum und seine Beschränkungen durch die Allgemeinheit befasst. „Die Ansprüche an den Flächen der Salzburger Bäuerinnen und Bauern haben in den vergangenen Jahren von vielen verschiedenen Seiten teils deutlich zugenommen“, so der Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg, Ök.-Rat Franz Eßl. Die Grundbesitzer haben oftmals das Gefühl, durch die vielen Ansprüche – sei es bei Infrastrukturmaßnahmen oder auch bei der Benützung von Wiesen und Wäldern für Freizeitaktivitäten – nicht mehr Herr über den eigenen Grund und Boden zu sein. Zudem gibt es massive Bestrebungen, die Steuerlast für Grund und Boden stark zu erhöhen.

„Die Erlöse aus der Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Flächen steigen kaum, sehr wohl hingegen die Auflagen und die Einschränkungen. Für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ist es aber wesentlich, dass der Besitz von land- und forstwirtschaftlichen Flächen leistbar bleibt “, so der Bauernpräsident. Er warnt daher vor überbordenden Ansprüchen.

Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Nikolaus Lienbacher hat die Problematik der Eigentumsbeschränkungen wissenschaftlich aufgearbeitet. So stellte er unter anderem fest, dass alleine im Forstbereich mehr als 58 Regelungen mit Ver- und Geboten und 34 Bundes- und internationale Normen den Waldbesitzern Pflichten und Einschränkungen auferlegen.

Eßl: „Eigentum darf nicht zur Belastung werden! Für die bäuerlichen Familien muss es weiterhin möglich sein, aus der Bewirtschaftung von Grund und Boden Einkommen zu erwirtschaften.“