Mit Ende des Jahre 2014 sind die Salzburger Almauftreiber vollständig von den Sanktionen befreit, für die Almbesitzer und Almobmänner wurden die Sanktionen zu 84 Prozent  von der AMA gestrichen. Davon geht Präsident Franz Eßl nach neuesten Informationen aus.

„Wir freuen uns über dieses Ergebnis, nachdem die Kammer, Funktionäre und Mitarbeiter, sich monatelang für den Wegfall der Sanktionen eingesetzt haben. Unsere Invekos-Beauftragten haben sich im Auftrag der Task Force Almen alle sanktionierten Almen im Bundesland durchgesehen und bei ungerechtfertigten Sanktionen Bestätigungen an die AMA geschickt“, so Präsident Franz Eßl.

Im Laufe des Jahres werden nun Sanktionen zurückbezahlt. Ende 2014 sind Strafzahlungen in der Höhe von rund 2,7 Millionen Euro wieder bei den Bauern. Insgesamt wurden in den Jahren 2005 bis 2013 3.2 Millionen Euro sanktioniert. „Die restlichen 16 Prozent, bei denen die Sanktionen nicht gestrichen wurden, werden wir uns noch einmal genau ansehen“, so Eßl.

Hintergrund

Für die Beweidung ihrer Almen bekommen die Bauern Ausgleichszahlungen, die nach der Größe der Futterflächen berechnet wurden. Die Fläche einer Alm wird nicht 1:1 als Futterfläche gesehen, da Felsen, Bäume, Sträucher etc. diese verringern. Wie viel Futterfläche auf der Alm vorhanden ist, wurde nicht durch die Anzahl der Weidetiere, sondern durch ein Schätzsystem ermittelt. Diese Schätzungen erfolgten durch verschiedene Personen und brachten immer wieder unterschiedliche Ergebnisse.

Rückwirkend wurden nun über einige Jahre zurück bei Kontrollen der AMA quer durch das Land andere, kleinere Flächen festgestellt, als die Bauern ermittelt haben. So erhielten die Bauern Bescheide über Zahlungsrückforderungen und bei mehr als 3 % Abweichung zusätzlich finanzielle Sanktionen, obwohl sie eigentlich nichts falsch gemacht hatten.

Präsident Franz Eßl kämpfte nun seit vielen Monaten dafür, rechtliche Wege zu finden, um diese Sanktionen zu streichen. Er war Mitglied der von Minister Andrä Rupprechter eingesetzten und geleiteten Task Force Almen, die dafür sorgte, dass Minister Rupprechter die AMA anhand der Bestätigungen der Landwirtschaftskammern zur Streichung der Sanktionen anwies.

In Salzburg gibt es rund 1.800 Almen und 4.900 Auftreiber.

 

 

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