Beim Tierwohl sind in erster Linie praxisorientierte Regelungen gefragt, die die Tierhalter auch motivieren. Mit dem Beschluss der Tierschutzgesetznovelle im Ministerrat sind nach langjährigen Verhandlungen moderne, gewissenhafte und sachorientierte Lösungen gefunden worden. Zahlreiche Organisationen und Experten waren bei der Weiterentwicklung des Tierschutzgesetzes eingebunden. Persönlich bedanken möchte ich mich bei der vor wenigen Tagen verstorbenen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, die durch ihren persönlichen Einsatz sehr konstruktiv und sachlich geführte Diskussionen ermöglicht hat. Nun gilt es, im Parlament die Gesetzesnovelle zu finalisieren.

Verbesserungen im Tierschutz bedürfen nicht nur der wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern vor allem der breiten Unterstützung aller Tierhalter. Insbesondere im Nutztierbereich müssen wir dafür sorgen, dass die Regelungen auch praxistauglich sind. Die Bäuerinnen und Bauern gehen täglich sehr verantwortungsvoll mit ihren Tieren um. Die Bäuerinnen und Bauern stehen und arbeiten aber nicht nur 365 Tage im Jahr für einen umfassenden Tierschutz, sondern auch für eine flächendeckende Landwirtschaft, die nur mit Tierhaltung gewährleistet ist. Es ist wesentlich, dass die Tierhaltungskompetenz bei den Landwirten bleibt.

Eine Weiterentwicklung der Standards wie etwa das gänzliche Verbot der Enthornung ohne Betäubung, aber auch die viel diskutierte Katzenfrage konnte tierschutzkonform und vernünftig gelöst werden. Ich bin überzeugt, dass nun auch im Gesundheitsausschuss die Gespräche konstruktiv verlaufen werden.

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