Franz Eßl: Für
viele landwirtschaftliche Betriebe werden die Hagelschäden zur
Existenzfrage
Das
Hagelunwetter vom vergangenen Donnerstag wird für viele
landwirtschaftliche Betriebe nun zur Existenzfrage. In
Lamprechtshausen, Bürmoos, St. Georgen und Dorfbeuern wurden
die Dächer
hunderter Wirtschaftsgebäude schwer beschädigt.
„Durch das Eindringen
von Regenwasser drohen den Landwirten nun enorme Folgeschäden.
Das
eingelagerte Heu wird durch die Feuchtigkeit nicht nur unbrauchbar, es
steigt auch die Brandgefahr durch die Heuerwärmung“,
so Bauernpräsident
Ök.-Rat Franz Eßl. Der Nationalratsabgeordnete hat
sich am Samstag bei
einem Lokalaugenschein im Flachgau ein Bild von den Schäden
gemacht und
zeigt sich schockiert über die vielen Einzelschicksale.
Das
gesamte Schadensausmaß wird erst in ein paar Wochen
tatsächlich
abschätzbar sein. Eßl: „Während
bei Mais und Getreide die Schäden
offensichtlich sind, machen die Wiesen zwar optisch einen guten
Eindruck, sind aber ebenfalls schwer geschädigt. Futter von
solchen
Flächen ist nur mehr von minderwertiger Qualität.
Auch die Schäden am
lagernden Futter sind kaum abschätzbar – neben dem
Wasserschaden ist in
vielen Fällen das Heu durch die heruntergefallenen Dachziegel
stark
verschmutzt.“
Für die Bauern sind diese Tage und Wochen
jedenfalls eine große Herausforderung. Arbeitskräfte
und Baumaterialien
müssen organisiert werden. Man muss leider davon ausgehen,
dass es zu
längeren Lieferzeiten etwa bei Dachziegeln kommen wird. Um die
Reparaturarbeiten nicht zu behindern, ist es zudem auch wichtig, mit
den Versicherungen rasch in Kontakt zu treten. Die
Landwirtschaftskammer wird den Betrieben beratend zur Seite stehen.
„Besonderer
Dank gebührt jedenfalls den Feuerwehren und den vielen
freiwilligen
Helfern aus dem ganzen Land, die auch am Wochenende ohne Unterbrechung
versucht haben, die Dächer notdürftig
abzudichten“, so Eßl. Diese erste
Absicherung ist aufgrund der Höhe und der starken
Beschädigung alles
andere als einfach. Trotz dieser Gefahr wurde bis an die Grenze des
Möglichen gearbeitet. „Ich möchte mich im
Namen der Bäuerinnen und
Bauern bei den Mitgliedern der Feuerwehren herzlich
bedanken“, so der
Bauernpräsident, „durch ihren großartigen
Einsatz bewahren sie die
Landwirte vor noch größeren
Folgeschäden.“