Auch viele Bauern von der
Schließung der Papierfabrik betroffen:
Eßl: Alle Anstrengungen zur Weiterentwicklung der
Zellstoffproduktion bei M-Real unternehmen
Die
geplante Schließung der Papierproduktion in Hallein trifft
auch viele
Landwirte und deren Familien hart. Dabei gehen die Auswirkungen weit
über die Region Hallein hinaus. M-Real war und ist ein
wichtiger
Arbeitgeber für viele Bauern aus dem Tennengau. Von den etwa
700
Beschäftigten in der Fabrik sind fast die Hälfte
Nebenerwerbsbauern.
Bauernpräsident
Franz Eßl: „Bei Gesprächen mit dem
Vorstand Jörg Habring habe ich im
vergangenen Jahr mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die Papier- und
Zellstofffabrik ein wichtiger Arbeitgeber und vor allem auch ein
bedeutender Abnehmer in der Wertschöpfungskette Holz
ist.“ Derzeit
werden jährlich rund 750.000 Festmeter Holz, das ist etwa die
halbe
Menge des in Salzburg geernteten Holzes, in Hallein verarbeitet: 50.000
Festmeter kommen in Form von Rundholz direkt aus dem Wald, 700.000
Festmeter liefern die Sägewerke in Form von Restholz. Weitere
100.000
Festmeter Holz werden im Biomassekraftwerk zu Wärme und Strom
umgewandelt. „An M-Real hängen neben den direkten
Beschäftigten auch
tausende Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten
Bereich“, so Eßl.
„Es
gilt daher alle Kräfte zu bündeln und ungeachtet des
Ausgangs der vom
Land angestrengten Klage bei der EU-Kommission dafür zu
sorgen, dass
die höchst moderne und effiziente Zellstoffproduktion
abgesichert und
ausgebaut wird. Der Standort Hallein hat das Potenzial, auch in Zukunft
ein wichtiger Produzent von Zellstoff und Energie zu sein. Dazu sollte
rasch eine Gesamtstrategie ausgearbeitet werden, um möglichst
viele
Arbeitsplätze zu sichern und den Holzabsatz aus der Region
auch in
Zukunft zu ermöglichen“, fordert Eßl
abschließend.