Landwirtschaftskammerpräsident NR Franz Eßl appelliert:
Verstärkt auf Herkunft statt auf Preis achten!
Einen Appell an heimische Konsumenten, Verarbeitungs- und
Handelsindustrie richtet Landwirtschaftskammerpräsident Franz
Eßl in Bezug auf den deutschen Dioxin-Skandal. "Österreichische
Lebensmittel sind sicher, weil bei uns die Qualität stimmt und
die Kontrolle funktioniert", fordert der ÖVP-Nationalrat dazu
auf, verstärkt auf die Herkunft der Lebensmittel statt auf den
Preis zu achten. Zugleich warnt Eßl davor, aus dem "Futtermittelskandal"
einen "Lebensmittelskandal" zu machen. "Denn das schadet den
Bauern wirklich", verweist Franz Eßl darauf, dass sich heimische
Konsumenten auf das AMA-Gütesiegel verlassen können. "Das
garantiert, dass österreichische Ware auch tatsächlich drinnen
ist."
Transparenz bei Rohstoffherkunft und Handelsmargen
Höchste Tierschutzstandards und eine unabhängige Kontrollinstanz
durch die Agrarmarkt Austria garantieren höchste
Lebensmittelstandards in Österreich. "Die Zeit ist jedoch reif,
dass auch in Europa ähnliche Standards Einzug halten", fordert
Franz Eßl eine einheitliche Herkunftskennzeichnung bei
Lebensmitteln von der EU-Kommission. Weiters gelte es, den
Marktspekulationen bei Lebensmitteln endlich Einhalt zu bieten.
"Wir brauchen Transparenz bei den Handelsmargen", fordert der
Landwirtschaftskammerpräsident Aufklärung darüber, wer etwa die
Margen bei Milch und Milchprodukte kassiert. "Wenn wir die
Billig-Spirale nach unten endgültig stoppen und der
Qualitätslandwirtschaft eine echte Chance geben wollen, geht das
nur über völlige Transparenz!"
Ohne öffentliche Gelder geht es nicht
"Qualität hat ihren Preis", appelliert der ÖVP-Abgeordnete an
jene, die ständig eine Abschaffung der Direktzahlungen an die
Bauern fordern, endlich zu erkennen, was sie damit anrichten
würden. Ohne öffentliche Gelder müsste die Hälfte der
heimi-schen Höfe zusperren. Davon betroffen würden auch 100.000
Arbeitsplätze sein. "Wir brauchen Lebensmittelpreise, die die
Qualität der bäuerlichen Produkte wiederspiegeln", schloss Eßl.