Franz Eßl:
Unnötige Fahrten durch praxisbezogene Regelungen einsparen
ÖVP-Abgeordneter für notwendige Änderungen
in der KFG-Novelle
„Es ist nicht länger einzusehen, dass
Transportunternehmer und
Landwirte in ihrer täglichen Arbeit durch praxisfremde
Bestimmungen
eingeschränkt werden“, verweist der
ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl auf
Bestimmungen im Kraftfahrzeuggesetz, die dringend einer Adaptierung
bedürfen. „Die Aufgabe der Politik ist es,
Vorschriften und Paragraphen
dahingehend zu überprüfen, ob sie auch noch den
modernen Anforderungen
in der Praxis standhalten. Ich werde daher die Verhandlungen
über eine
Novellierung der Kraftfahrzeuggesetze nutzen, um die Arbeits-
Transportbedingungen für Unternehmer auf modernsten Stand zu
bringen.
Das kommt letztendlich auch unseren Bauern zu Gute“, so der
ÖVP-Abgeordnete.
Immer mehr Transportunternehmer
brauchen extra angefertigte und teure Spezialfahrzeuge, sei es beim
Vieh- Holz- oder Milchtransport, um auf dem Markt bestehen zu
können.
Beim Tiertransport etwa widersprechen sich sogar einzelne Normen und
Bestimmungen: Die laut KFG zulässige Maximalhöhe von
4 Metern wird dann
überschritten, wenn Tiertransporteure zweistöckige
Spezialfahrzeuge
beim Transport von lebenden Tieren einsetzen und sich dabei an die
neuen EU-Bestimmungen zum Tierschutz halten. „Im Interesse
unserer
Umwelt spart man mit diesen Fahrzeugen bei längeren
Transporten die
Hälfte der Fahrten ein“, fordert Eßl eine
Adaptierung auf eine erlaubte
Maximalhöhe von 4,30 Metern. Ein ähnliches Problem
gibt es bei
Strohtransporten. „Die Rinderbauern in den Bergregionen
brauchen das
Stroh als Einstreu. Dieses Stroh, in Form von Rundballen, kommt
häufig
von den Ackerbaugebieten aus Ostösterreich“, so
Eßl. Aus technischen
Gründen überschreiten zwei Rundballen, die
übereinander geladen werden,
auch hier die zulässige Gesamthöhe von 4 Metern.
NEUE GEWICHTSLIMITS BEIM MILCHTRANSPORT
Bei
Milchsammeltransporten ist es oft nicht möglich, die erlaubten
40
Tonnen Höchstgewicht genau zu kalkulieren. In der Praxis wird
der
Anhänger an einer zentralen Haltestelle zwischengeparkt und
mit Milch
aus der Umgebung befüllt. Am Ende der Sammeltour wird der
Anhänger mit
dem gefüllten Milchsammeltankwagen am schnellsten Weg zum
Verarbeitungsbetrieb gebracht. Eine Ausweitung auf 44 Tonnen
Höchstgewicht würde nur die letzte Fahrt von der
Sammelstelle bis zur
Molkerei betreffen. „Damit könnte die
Wettbewerbsfähigkeit unserer
Bauern gerade am heiß umkämpften Milchmarkt deutlich
verbessert werden“
so Eßl abschliessend.