Eßl fordert kräftige Erhöhung des Milchgeldes für Bauern
Die international gute Wirtschaftslage und eine große Nachfrage nach Milch und Milchprodukten lassen eine erhebliche Preisanpassung im Handel zu. „Allein die Bauern merken noch nichts davon“, erinnert der Salzburger Landwirtschaftskammerpräsident und ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl an sein jahrelanges Bemühen, endlich faire Produzentenpreise für die Milchbauern zu erreichen. „Denn beim Milchpreis ist es leider noch immer so, dass die Produktionsleistung der Landwirte stimmt, nicht aber der Preis, den sie dafür bekommen“, weist Eßl auf den Umstand hin, dass mit einem Bauernmilchpreis von rund 29 – 30 Cent netto in vielen Fällen nicht Kosten deckend produziert werden kann.
„Jetzt ist es an der Zeit, dass sich hier Entscheidendes bewegt!“ „Die nun möglichen Preiserhöhungen beim Konsumentenmilchpreis müssen in erster Linie den Milchbauern zugute kommen“, fordert der Bauernbund-Abgeordnete. „Es darf nicht sein, dass die Milchbauern ständig neue Investitionen tätigen, um auf dem Weltmarkt bestehen zu können, aber der seit Jahren gleichbleibende Produzentenmilchpreis kein adäquates Einkommen ermöglicht!“ Die Chancen für eine Milchpreis-erhöhung im Handel stehen aufgrund der Veränderungen am internationalen Milchmarkt und der dadurch bedingten Nachfrage sehr gut. Preisanpassungen in der Größenordnung von 10 – 15 Prozent scheinen realistisch. „Das ermöglicht eine kräftige Preiserhöhung für unsere Milchbauern“, so die abschließende Forderung des Kammerpräsidenten und Abg. z. Nationalrat Franz Eßl.