Viele aktuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Situation am Milchsektor gesetzt
Zur aktuellen Situation am Milchsektor betont Landwirtschaftskammerpräsident Franz Eßl, dass die Preissituation dramatisch und daher der Unmut der Bauern durchaus gerechtfertigt ist. Gemeinsames Ziel ist es, für unsere heimischen Produkte bessere Preise zu erreichen. Über den Weg, wie die Bauern zu besseren Preisen kommen können, gibt es aber erhebliche Auffassungsunterschiede. „Ich bin absolut überzeugt, dass man mit Boykottmaßnahmen keine höheren Preise erzwingen kann. Unser Weg ist es, den Konsumenten zurückzugewinnen und ihn davon von der Wertigkeit und dem Mehrwert der heimischen Produkte zu überzeugen“, so Eßl.
 
Dazu wurden bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt:
O Vermarktungsinitiativen für heimische Produkte
O Sozialpartneraktion der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, der
    Arbeiterkammer und dem ÖGB in den Salzburger Betrieben; Sympathieaktionen in heimischen
    Wirtschaftsbetrieben
O Initiative für regionale Produkte in der Öffentlichkeitsarbeit
O Initiative gegen Imitatprodukte und für echte heimische Lebensmittel. „Käse“ dürfen nur
    mehr Produkte genannt werden, in denen Milch drinnen ist
O Aktion bei Bauernherbstfesten: „Sie haben die Wahl, kaufen Sie das Original“
O Antrag im Nationalrat: Bezeichnung „Käse“ soll nur für Milchprodukte verwendet werden dürfen
    Dies wurde bereits als Erlass des Gesundheitsministeriums erreicht
 
Weiters wurden Entlastungsmaßnahmen für die Milchwirtschaft erzielt, so z. B.:
O Verbesserung der Bedingungen bei allen Milchsammelwagen (44 t statt 40 t zulässiges    
    Gesamtgewicht und dadurch eine Verbesserung im Wettbewerb)
O Milchprämie (mittlerweile in Betriebsprämie integriert)
O Proportionale Saldierung verschärft (0,4:1,0 statt 0,7:1,0)
 
Bereits beschlossen wurde auf nationaler Ebene:
O Milchkuhprämie
O Weideprämie auch in Salzburg
 
Weiters ist in Vorbereitung:
O Vorziehen von Marktordnungs-Zahlungen
O Stundung von Agrarinvestitions-Krediten
O Unterstützung von Exportversicherungen
 
Präsident Eßl: "Obwohl am Markt die Preisgestaltung durch Angebot und Nachfrage erfolgt, suchen wir ständig nach Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für unsere Bauern substanziell zu verbessern.
"