http://www.willemhartman.nl http://www.hadesign.nl http://www.backtomusicevents.nl http://www.houseofwax.nl http://www.houseofwax.nl https://www.cowinter.com

Nach 23 Jahren übergab ich heute, Donnerstag, die Obmannschaft der ARGE Bergbauernfragen an meinen Nachfolger, den Salzburger LK-Präsident Rupert Quehenberger. Für mich ist die Alm- und Berglandwirtschaft eine besondere Form der Landwirtschaft und eine wichtige Säule für Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung am Land, gesunde Lebensmittel für Einheimische und Gäste, Biodiversität und Klimaschutz. Es ist mir daher ein großes Anliegen, dafür zu sorgen, dass es auch in Zukunft noch Bauern gibt, die in schwierigen Lagen arbeiten wollen und können. Um dies auch weiterhin möglich zu machen, braucht es bei den anstehenden GAP-Verhandlungen eine ausreichende Ausstattung der Mittel für die Berglandwirtschaft bzw. eine deutliche Aufstockung der Ausgleichszulage.

Nachteile der Berglandwirtschaft ausgleichen

Der Erhalt einer funktionierenden Berglandwirtschaft hängt vor allem von der Bereitschaft ab, die Bergbauernförderung weiter auszubauen. Es waren großen Anstrengungen notwendig, um vor allem nach dem EU-Beitritt Österreichs eine ausreichende Finanzierungs- und Bewirtschaftungsgrundlage für unsere Bergbauern zu schaffen. Vor allem mit der Einführung der Ausgleichszulage NEU im Jahr 2001 wurden die Direktzahlungen an Österreichs Bergbauernbetriebe und solche im sonstigen benachteiligten Gebiet um mehr als 72 Mio. Euro (ca. 1 Mrd. öS) aufgestockt. Das war damals eine 40-prozentige Erhöhung der Zahlungen an die Bergbauern. In den aktuellen Verhandlungen zur neuen GAP-Periode sehe ich den richtigen Zeitpunkt, um hier erneut einen Schwerpunkt zu setzen.

Mit dem zweiten Bergbauern-Memorandum wurden bereits Akzente aufbereitet, die auf eine weitere Stärkung einer flächengebundenen Tierhaltung abzielen. Dazu sollte die Möglichkeit von gekoppelten Zahlungen z.B. für Mutterkuhhalter in der ersten Säule vorgesehen werden. Die Berglandwirtschaft ist untrennbar mit der Tierhaltung verbunden. Natur- und strukturbedingt ist das mit Nachteilen verbunden, die wir mit Mitteln der öffentlichen Hand ausgleichen müssen.

Vertrauen in Österreichs Alm- und Bergbauern sehr hoch

Neben zwei Bergbauern-Memoranden und zwei hochkarätig besetzten Internationalen Bergbauern-Kongressen ist es uns gelungen, die Anliegen und die Bedeutung der heimischen Bergbauern in der öffentlichen Meinung gut zu positionieren. In einer GfK-Research-Umfrage stehen die Alm- und Bergbauern nach der Feuerwehr an zweiter Stelle, wenn es um das Vertrauen in eine Berufsgruppe geht. Erst dann folgen Polizisten und Ärzte sowie andere Berufsgruppen. Von 1.000 Befragten gaben 86 Prozent (Stand 2016) an, der Berufsgruppe „Alm/Bergbauern“ „voll und ganz“ bzw. „überwiegend“ zu vertrauen. Nur ein Prozent der Befragten vertraut dieser Berufsgruppe „überhaupt nicht“.

Ohne bäuerliche Bewirtschaftung von schwierigen Hanglagen gibt es in Zukunft keine Almen und Bergwiesen, wie wir sie schätzen. Deshalb ist es wichtig angemessene Rahmenbedingungen, die ein wirtschaftliches Überleben der nachhaltigen und multifunktionalen Berglandwirtschaft ermöglichen, auch zukünftig abzusichern.

Guidance Software leader2pass Genesys leader2pass