Billige Parteipolitik auf Kosten der Bauern!

„Die SPÖ macht billige Parteipolitik auf Kosten der Bauern!“, sagt der Salzburger Bauernobmann Abg.z.NR Franz Eßl in einer ersten Reaktion nach dem Scheitern der Marktordungsverhandlungen.
Damit konnte heute trotz einjähriger, intensiver Verhandlungen kein Beschluss im Landwirtschaftsausschuss des Nationalrates für ein Marktordnungsgesetz gefasst werden.

Ein SP-internes Papier beweist, dass die Sozialisten gar kein Interesse an einem zeitgerechten Beschluss hatten: „Eine harte Verhandlungsführung ist zu empfehlen, da eine Reparatur (Anm. der Marktordnung) nötig ist. Die Klientel der ÖVP ist davon mehrheitlich betroffen. Druck durch Öffentlichkeitsarbeit empfehlenswert! ÖVP hilft Bauern nicht! Wir schon.“

Für die Bauern im Land hat der fehlende Beschluss die Auswirkung, dass ab ersten Juli 2007 unter anderem keine Milchquoten mehr zugekauft werden können und zum Beispiel keine Kalbinnenprämie mehr ausbezahlt werden kann. 

„Wir sind jederzeit zu weiteren Verhandlungen bereit und fordern die SPÖ auf, ihr bauernfeind- liches Verhalten aufzugeben. Es gibt jedenfalls keinen Sinn die Marktordnungsgesetze - wie von den Sozialisten gefordert - mit 2 Jahren zu begrenzen. Die Bauern fordern von der Politik zu Recht Verlässlichkeit und Planbarkeit über einen längeren Zeitraum“, sagt Eßl abschließend.