Eßl bei der EU in Straßburg:
„Fordere Begleitmaßnahmen für Milchbauern“
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel präsentierte in dieser Woche dem Landwirtschafts- ausschuss des Europäischen Parlaments den Legislativvorschlag des „Health Checks“, der die EU-Agrarpolitik für die nächsten Jahre vorgibt. Vor der Sitzung empfing die Kommissarin eine österreichische Delegation von Bauernfunktionärin. Dabei deponierte Nationalratsabgeordneter Ök.-Rat Franz Eßl, Präsident der LK Salzburg, seine Forderungen. Eßl konnte auch bedeutenden Agrarpolitikern des Landwirtschaftsausschusses die Forderungen der heimischen Bauern vortragen und stieß dabei in einigen wichtigen Punkten auf Zustimmung. Die Delegation wurde auch eingeladen, bei dieser historischen Sitzung des Ausschusses anwesend zu sein.
Die EU-Kommission beabsichtigt die Milchquoten zu erhöhen mit dem Ziel, diese im Jahr 2015 gänzlich auslaufen zu lassen. „Wir Bauern in Österreich sind dagegen. Sollte diese Maßnahme dennoch kommen, so fordern wir begleitende Maßnahmen“, so Nationalratsabgeordneter Ök.-Rat Franz Eßl, LK-Präsident von Salzburg.
Es
ist das landespolitische Ziel, in benachteiligten Regionen die
Milchproduktion weiterhin aufrechtzuerhalten, damit die Bauern der
flächendeckenden Bewirtschaftung nachkommen können,
wie die Bevölkerung
es wünscht und viele andere Wirtschaftszweige als Grundlage
benötigen.
Dazu Präsident Franz Eßl: „Meine Forderung
ist es, die Milchkuhhaltung
entsprechend zu fördern und über ein Modell der
Kostenaufteilung beim
Milchtransport nachzudenken. Dazu können jene Mittel, die
durch die
Zurücknahme der Marktordnungsmaßnahmen im
Milchbereich, aber auch jene
Mittel, die aus der Kürzung der Direktzahlungen für
große Betriebe frei
werden, für die Milchproduzenten eingesetzt werden, so z. B.
für den
Milchtransport aus entlegenen Gebieten.“