Franz Eßl fordert Aufklärung von BM Darabos über Zukunft der Struckerkaserne Tamsweg
Die Struckerkaserne Tamsweg gilt seit ihrem Bestehen als zentraler Wirtschaftsfaktor in der Region Lungau. Die Aufrechterhaltung des Standortes ist aus arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischer Sicht unbedingt notwendig. Trotz politischer Zusagen zur Weiternutzung des Standortes soll nun der Katastrophenzug Tamsweg von der Kaserne abgezogen werden. In einer parlamentarischen Anfrage an Verteidigungsminister Norbert Darabos möchte der Salzburger Nationalratsabgeordnete Franz Eßl nun genaue Auskunft über die Zukunft der Struckerkaserne Tamsweg.
Jährlich
werden rund drei Millionen Euro in der Kaserne umgesetzt. Der
Großteil
davon kommt Lungauer Firmen zugute, die als Lieferanten oder Handwerker
für die Kaserne arbeiten. „Bei ungewisser Zukunft
wären zunächst direkt
90 Arbeitsplätze betroffen, weitere zahlreiche Betriebe
kämen in
wirtschaftliche Schwierigkeiten mit drohendem Verlust der
Arbeitsplätze“, warnt Eßl. Bundesminister
Günther Platter hat im
September 2006 die Aufstellung einer KIOP-Einheit zusätzlich
zur
vorhandenen Ausbildungskompanie zugesichert. Landeshauptfrau Mag.
Gabriele Burgstaller und Bundesminister Mag. Norbert Darabos haben in
gemeinsamen Erklärungen ein Bekenntnis für ein
langfristiges und
nachhaltiges Nutzungskonzept für die Struckerkaserne
über das Jahr 2010
hinaus abgegeben.
„Nun soll aber ganz gegenteilig der Katastrophenhilfszug
Tamsweg von
der Kaserne abgezogen werden“, unterstützt der
Salzburger Nationalrat
mit seiner Anfrage auch das Engagement von LAbg. Manfred Sampl mit
folgenden Fragen an Minister Darabos:
- Können Sie garantieren, dass die Struckerkaserne Tamsweg
über das Jahr 2010 hinaus
militärisch genutzt werden wird?
- Gibt es dieses oft zitierte Nutzungskonzept für die
Struckerkaserne über das Jahr 2010 hinaus?
Wenn ja, welches sind die genauen Inhalte dieses
Konzeptes? Wenn nein, warum nicht?
- Ist der Fortbestand des Katastrophenhilfszugs Tamsweg in der
Struckerkaserne weiterhin
gesichert? Wenn nein, warum nicht und wie wollen
Sie zukünftig die Bevölkerung in
Katastrophenfällen unterstützen?