Franz Eßl: Kämpfe laufend für praktikable Bedingungen in der Tierhaltung
In der Diskussion um überzogene Vorschriften
in der Tierhaltung fordert LK-Präsident Abg. z. NR Franz Eßl
die Solidarität aller Fraktionen ein. Es sei Anliegen aller
Bauern, mit praktikablen Lösungen arbeiten zu können. Noch
vermisse er die Unterstützung von breiter Seite, betont Eßl
in einer Presseaussendung. Die zurzeit laufende Diskussion über
den Kälberauslauf betrifft einzig die biologisch wirtschaftenden
Landwirtschaftsbetriebe, wobei eine endgültige Regelung von Seiten
des zuständigen Gesundheitsministeriums noch nicht erfolgt ist.
Hier gilt es, mit Gesundheitsminister Stöger zu praktikablen
Lösungen zu kommen. Über den Inhalt des
Biodurchführungsgesetzes und des dazugehörenden
Sanktionskataloges wird seit Monaten mit dem Gesundheitsministerium,
das hiefür zuständig ist, verhandelt. Dabei soll auch die
Frage des Kälberauslaufes geregelt werden.
Zum Thema Auslauf in der Schweinehaltung ist festzuhalten, dass dieser
dann, wenn Schweine lediglich für den Eigenbedarf gehalten werden,
nicht zwingend vorgeschrieben ist. Allerdings ist es möglich, dass
Bioverbände für ihre Mitgliedsbetriebe strengere Richtlinien
festlegen.
Zudem nennt Eßl auch einige wichtige Punkte, die er in den vergangenen Monaten für die Bauern erkämpft hat:
O Es konnte verhindert werden, dass die Anbindehaltung generell verboten wird.
O Es ist gelungen, eine Zehn-Prozent-Toleranzgrenze für Standlängen und Standbreiten zu erreichen.
O Im Biobereich wurde erreicht, die generelle Ausnahme vom Verbot der Anbindehaltung im Biobereich bis 2013 zu verlängern.
O Nach 2013 wird es auch noch eine Kleinerzeugerregelung für Betriebe unter 35 Großvieheinheiten (GVE) geben.
Eßl: "Ich kämpfe laufend für praktikable Lösungen
in der Tierhaltung. Dabei sind bereits große Schritte gelungen,
einiges liegt aber noch vor uns. Die Verhandlungen mit dem
Gesundheitsministerium und dem dafür ressortzuständigen
Minister Stöger führen wir mit Nachdruck. Ich hoffe dabei auf
die Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern sowie aller
Fraktionen."