Neue Wege zur besseren Preisgestaltung für die heimische Milch finden
Für die Salzburger Bauern ist die Milchwirtschaft
von großer Bedeutung, weil die geografischen Bedingungen im
Wesentlichen nur Grünland zulassen und dies nur über
den Tiermagen
verwertet werden kann. Der größte Teil des
landwirtschaftlichen
Einkommens der Salzburger Bauern stammt aus der Milchproduktion,
deshalb ist für unsere Landwirte die Sicherung eines
entsprechenden
Milchpreises unbedingt notwendig. Die Konsumenten greifen bevorzugt zu
den österreichischen Produkten, weil die Qualität
ausgezeichnet ist und
sie die Frische unserer Produkte sehr schätzen. Die heimischen
Konsumenten schätzen vor allem Qualität und Frische
der Salzburger
Milch und Milchprodukte.
Die österreichischen Bauern können
aber auch in den neuen Beitrittsländern der EU einen
entsprechenden
Absatz erreichen. In diesen Ländern ist der Pro-Kopf-Verbrauch
von
Milchprodukten um rund 50 % geringer als im EU-15-Durchschnitt, sodass
hier für die nächsten Jahre eine entsprechende
Nachfrage nach
Milchprodukten zu erwarten ist. Die heimischen Verarbeitungsbetriebe
haben schon jetzt Handelsbeziehungen aufgebaut, einige
österreichische
Spezialitäten werden in diesen Ländern bereits
gelistet und erfreuen
sich großer Beliebtheit. Steigende Exportraten
bestätigen, dass die
Qualität der heimischen Milch und Milchprodukte in ganz
Europa,
insbesondere auch im Osten, geschätzt wird. So wurden im Jahre
2005
Milchprodukte um rund 725 Mill. Euro exportiert, was gegenüber
1994,
also vor dem EU-Beitritt Österreichs, eine Steigerung von 490
Prozent
bedeutet.
Entsprechende Absatzsteigerungen lassen sich im
Besonderen durch die immer neu entwickelten Produkte erzielen.
„Wir
werden gemeinsam mit unseren Verarbeitungsbetrieben die Probleme in der
Milchwirtschaft in den Griff bekommen, sodass Milch produzierende
Betriebe auch in Zukunft eine Chance haben“, betont
Präsident
Nationalratsabgeordneter Franz Eßl aus Anlass einer
Informationsversammlung der „Arge Heumilchbauern“,
die am Mittwoch
dieser Woche in Salzburg stattfindet, bei der es um neue Chancen am
Markt geht. Um den Milchpreis auch für die Zukunft
entsprechend zu
sichern, diskutieren namhafte Fachleute und Politiker über die
Zukunft
der österreichischen Milchwirtschaft, da es nicht sicher ist,
ob es
nach dem Milchwirtschaftsjahr 2014/2015 die Quotenregelung noch in
dieser Form geben wird. „Nun geht es darum, Konzepte zu
erstellen, mit
denen die Märkte durch Maßnahmen gesichert und
ausgebaut werden können,
die den Milchbauern auch in Zukunft einen guten Erzeugermilchpreis
sichern. Wir wissen, dass wir gut sind. Nun müssen wir dies
auch
umsetzen und ein Preisgefüge erreichen, das uns unsere
Milchproduktion
auch nach einem möglichen Auslaufen der EU-Milchquotenregelung
nach
2014/15 sichert“.