Vorreiterrolle Österreichs darf kein Wettbewerbsnachteil
sein!
ÖVP-Tierschutzsprecher für Kennzeichnung von
verarbeiteten
Produkten anlässlich des morgigen Welteitages
Beim Verbot der konventionellen Käfighaltung von Legehennen
war Österreich wieder einmal Vorreiter in der EU. Seit letztem
Jahr gibt es bei uns somit keine Käfig-eier aus heimischer
Produktion mehr am Markt. In der EU sieht es da ganz anders aus:
obwohl am 1.1.2012 alle EU-Länder das Verbot – nach einer
zwölfjährigen Übergangszeit - umzusetzen hatten, schätzen
Marktexperten, dass noch ein Drittel aller in der EU gehaltenen
Legehennen in Käfigen gehalten werden. "Während in Österreich
rund 5,7 Millionen Legehennen schon seit drei Jahren in Boden-
oder Freilandhaltung gehalten werden, werden in einigen EU-Ländern
noch an die 130 Millionen Legehennen in Käfigen gehalten!
Sanktionen für diejenigen, die nicht umgestellt haben, sind
keine in Sicht und das erhöht auch den Preisdruck für die
anderen", fordert ÖVP-Tierschutzsprecher Abg. z. NR Franz Eßl
anlässlich des morgigen Welteitages einmal mehr eine klare
Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmittelprodukten. "Die
Kunden sollen auf einen Blick erkennen, aus welcher Haltungsform
Eier für Verarbeitungsprodukte stammen", betont Eßl.
Denn obgleich bei Frischeiern in Österreich eine klare
Kennzeichnung über die verschiedenen Haltungsformen (0 für Bio,
1 für Freiland und 2 für Bodenhaltung) gegeben ist, ist eine
Auslobung bei Lebensmitteln, in denen Eier verarbeitet werden,
freiwillig. "Das aber macht fast zwei Drittel des Marktes aus",
fordert Eßl in diesem Zusammenhang einmal mehr eine klare
Kennzeichnung von verarbeiteten Produkten über Herkunft und
Haltungsformen. "Das dient nicht nur der Verbesserung der
Kundeninformation sondern auch der Absicherung heimischer
Tierschutzstandards", ist Eßl überzeugt.
Auf europäischer Ebene sind für den ÖVP-Tierschutzsprecher
aufgrund der "laschen Umsetzung beim Verbot der konventionellen
Käfighaltung in einigen EU-Ländern" ebenso Maßnahmen notwendig.
"Es kann nicht sein, dass diejenigen, die sich nicht an Gesetze
halten auch noch am Markt dafür belohnt werden", fordert Eßl die
EU Kommission auf, sicher zu stellen, dass sich auch wirklich
alle Mitgliedsstaaten an die strengen Vorgaben halten.