Franz Eßl: Neues Tiertransportgesetz verbessert Bedingungen für Mensch und Tier
(Presseaussendung vom 23. Mai 2007)

Wesentliche Verbesserungen für die Tiere und trotzdem eine praktikable Lösung für Landwirte und Tiertransporteure bringt das neue Tiertransportgesetz, das gestern von Tierschutzministerin Andrea Kdolsky im Ministerrat eingebracht wurde. „Gerade für Bauern in entlegenen Gebieten ist es ungemein wichtig, dass der Tiertransport dann fortgesetzt werden kann, wenn nach viereinhalb Stunden Beförderungsdauer eine Pause von 45 Minuten eingehalten wird“, ist der ÖVP-Tierschutzsprecher Abg.z.NR Franz Eßl überzeugt, dass dieser Gesetzesentwurf Verbesserungen sowohl für die Landwirte als auch für die Transportbedingungen der Tiere bringt. Mit der Regelung, dass innerösterreichische Schlachttiertransporte nur dann mehr als 4,5 Stunden dauern dürfen, wenn zwischendurch eine Pause eingelegt wurde, setzt Österreich ein deutliches Zeichen in Europa. „Die österreichischen Landwirte und Tiertransportunternehmer nehmen den Schutz der Tiere sehr ernst. Denn es ist ihnen klar, dass Stress oder gar verletzte Tiere die Qualität des Fleisches beeinflussen“, erläutert Landwirtschaftskammerpräsident Eßl sein Engagement für den Tierschutz. Fachliche Ausbildung über Transportbedingungen verbessert:

Beim Tiertransport ist es wichtig, dass neben den Tierschutzaspekten auch die Arbeitsbedingungen für Landwirte und Transportunternehmen beachtet werden. Eine praktikable Lösung wurde somit bei der Ausweitung der Ausbildung jener Personen gefunden, die direkt mit dem Transport der Tiere zu tun haben. Sie müssen nach einer verpflichtenden Praxiszeit von 14 Tagen zusätzlich einen mehrstündigen Kurs über das Tiertransportwesen und seine Bestimmungen machen. Da Landwirten der pflegliche Umgang mit den Tieren genauestens bekannt ist, wird sowohl die Praxisausbildung wie ein Teil der theoretischen Ausbildung anerkannt. „Der Bauer beweist in seinem täglichen Umgang mit den Tieren, dass Pflege, richtige Haltung und Fütterung für das Wohl und die Gesundheit der Tiere wichtig sind. Ein Transporteur, der nicht aus der Landwirtschaft kommt, wird künftig durch die verbesserte Ausbildung fachlich noch besser gerüstet sein als bisher“, begrüßt Eßl diese Ausbildungsoffensive.