Wohnen wird in Salzburg noch teurer werden:
Eßl: „Burgstaller ist am Irrweg“

„Glaubt Burgstaller allen Ernstes, der Engpass beim Wohnraum sei mit einer neuen Steuer zu lösen?“ Diese Frage stellt sich der Salzburger Landwirtschaftskammerpräsident und Nationalratsabgeordnete Franz Eßl anlässlich der Forderung nach einer Widmungssteuer. Eßl: „Wenn die Widmungssteuer laut Burgstaller eine Frage der Gerechtigkeit ist, dann frage ich mich durchaus, ob es gerecht ist, Wohnungskäufer und Häuslbauer mit zusätzlichen Kosten zu belasten. Wer eins und eins zusammenzählen kann der erkennt schnell, dass diese Steuer direkt an die Käufer weitergegeben und es sofort zu einer Erhöhung der Grundstückspreise kommen würde.“

In Österreich ergeben sich die Grundstückspreise klar aus Angebot und Nachfrage. Während man im Burgenland genügend Fläche hat und ein Quadratmeter aufgeschlossener Baugrund um 10 Euro erhältlich ist, kostet er in einigen Regionen Salzburgs locker das Zigfache und man muss froh sein, wenn man in guter Lage überhaupt einen Grund zu kaufen bekommt. Gerade die strengen Vorgaben des Landes haben dazu geführt, dass in den ländlichen Regionen außerhalb von Siedlungsbereichen Widmungen immer schwieriger werden, in der Stadt Salzburg wird das Angebot u. a. durch die Grünlanddeklaration stark vermindert. Eßl: „Baugrund ist in ganz Salzburg Mangelware. Durch die Widmungssteuer würde sich die Situation noch weiter verschlechtern. Viele Grundbesitzer werden sich dann gut überlegen, ob sie überhaupt widmen lassen.“

Eßl abschließend: „Auch wenn sich Burgstaller um teures Geld den Rat eines Schweizer Beraters holt, ist sie doch klar auf dem Irrweg. Wer glaubt, die Grundstückspreise hätten bereits den Plafond erreicht und die Grundbesitzer würden die neue Steuer selbst tragen, der kennt den Markt nicht. Die Nachfrage ist so stark, dass den Grundkäufern keine andere Wahl bliebe, als die höheren Preise zu schlucken. Burgstaller ist mit der Widmungssteuer jedenfalls am besten Weg, die Wohnungsnot in Salzburg weiter zu verschärfen. Mir ist allerdings unklar, wem damit gedient sein soll.“